Erlebnisbericht Helicamp 10.-12. August 2009

Wie versprochen liess das 2. Helicamp mit unserem Fluglehrer Lukas
nicht lange auf sich warten. Bereits 2 Monate nach unsrem
Trainingslager in Biel-Kappelen wagten es wiederum 2 Personen (genannt
Alberto und Sue), sich dem „gnadenlosen“ Training von Lukas
auszusetzen. Und, wie richtig vermutet, hat es sich auch dieses Mal
wieder gelohnt, wie nachfolgender Bericht zeigt.

Aufgrund der kleinen Teilnehmerzahl suchten wir uns dieses Mal jedoch
einen Flugplatz in der näheren Umgebung unserer fliegerischen
Kinderstube aus. So durften wir bei Ruedi in Bad Ragaz gastieren und
den nötigen Schlaf unweit davon im Dorf vorne, einem bed & breakfast,
beziehen. Aber erst einmal hiess es ja arbeiten und nicht schlafen…

So übernahm denn Alberto am 10.8. den überflug von Sitterdorf nach Bad
Ragaz, während Sue mit ihrem vollbepackten „Gölfchen“ das Rheintal
rauf brauste. 15 Minuten nach ihrer Ankunft hörte und sah sie denn
auch schon den Heli landen. HB-ZHB war dieses Mal unser stündiger
„Begleiter“.

Das Wetter war etwas unsicher an jenem Montag. Dennoch verköstigten
wir uns erst einmal tüchtig beim Italiener, bevor das
Nachmittagstraining startete. Heute hatten wir Besuch von Heini.
Dieser setzte sich nach dem Mittagessen vorwiegend mit Emergency
procedures auseinander. Der Regen schien immer näher zu kommen.
Dennoch reichte es nach Heini schliesslich auch noch für Sue, sich
einem intensiven Volten-Training zu unterziehen. Und schon hiess es
das erste Mal für HB „Pyjama montieren und Zähne putzen“, während
Alberto, Lukas und Sue noch zum Nachtessen ausfuhren Heini hatte
unterdessen bereits wieder den Heimweg unter die Räder genommen.

Der Dienstag Morgen war noch ein bisschen verhangen, so änderten wir
unser Programm kurzfristig, und Sue startete das Morgentraining mit
Lukas, während Alberto die letzten Vorbereitungen für seine
Alpeneinweisung in Locarno traf. Und sieh an, das Wetter wurde immer
besser. Wie vorgesehen, zog es die Herren dann nach unserem
gemeinsamen lunch in Ruedi’s „Flügerstübli“ in den Tessin, und zwar
via Chur, Bonaduz, Disentis, Lukmanierpass, Lodrino, Bellinzona, bis
nach Locarno. Genügend Zeit für Sue, sich etwas der Theorie (und
natürlich auch dem regen und spannenden Flugplatztreiben) zu widmen.

Die Italienisch-Kenntnisse unserer „Jungs“ sowie die Voice-Sprache der
„Italiener“ im Tower schienen verständlich genug gewesen zu sein.
Immerhin reichte es nach der Landung für die Bestellung von „Gelati“
und einmal Heli volltanken und die Bekanntgabe der Rückflugroute via
San Bernardino. Wie angekündigt, tauchte HB-ZHB jedenfalls nach ein
paar Mountain landings mit Lukas und Alberto gegen 18 Uhr wieder in
Bad Ragaz auf. Dann hiess es Heli bereitstellen für Sue. Denn diese
wollte sich einen kurzen Abendflug keinesfalls entgehen lassen. Und
danach stand dann bereits die lange, lange Autofahrt bevor (zumindest
kam es Sue so vor). Taminaschlucht rauf und wieder runter und dann
auch noch gleich rüber nach Pfäfers. Oh je… Die einen nennen es
gemütliche Ausfahrt, die anderen wohl eher „unkoordiniertes
Umherfahren“ als möglichen Ausgleich zum strengen Navigationstraining
tagsüber im Heli. Aber lustig war es alleweil. Zu guter Letzt landeten
wir jedenfalls in einer gemütlichen Pizzeria, wo wir aufgrund der
warmen Temperaturen sogar trotz fortgeschrittener Stunde noch draussen
essen konnten.

Dann ging’s zurück ins bed & breakfast. Denn der Mittwoch stand ja
auch noch auf dem Programm. Wieder durfte sich HB-ZHB  einem hübschen
Pyjama entledigen und wurde mit „Most“ versorgt. Nach dem obligaten
Preflight check und dem nötigen Meteo-Briefing düsten Lukas und Sue
wieder für eine Morgensession Richtung Buchs davon. Der Rhein hatte
heute seinen besonderen Reiz. Und so wurde auch er bzw. eine  schöne,
langgezogene Kiesbank Opfer einer Aussenlandung. Speziell schön!

Dann ging’s zurück nach LSZE, wo Alberto bereits wieder mit den
vollgefüllten Kanistern bereit stand. Ein letzter lunch bei Ruedi, und
schon sassen Alberto und Lukas wieder im Heli. Langsam ging das Camp
zu Ende d.h. der Golf von Sue füllte sich wieder mit Gepäck. Und so
kurvte Alberto gegen 15.30 Uhr zurück nach Sitterdorf, während Lukas
und Sue die letzte Session vorbereiteten– Rückflug, verbunden mit
Navigationstraining. Und schon hiess es, sich von Ruedi zu
verabschieden und ein letztes Mal via Funk die Abflugrichtung Sector
North bekannt zu geben. Der Rückweg führte uns entlang dem Rhein,
vorbei an Buchs bis Altstätten, dann nach Gais, Teufen und via Gossau
zurück zu unserer „Homebase“. Und schon wieder waren nach einem
Debriefing 3 super coole, amüsante und wiederum sehr lehrreiche Tage
vorbei. Danke vielmals Lukas für deine Geduld! (Die Nerven dürften
mittlerweile mehr als nur aus Stahl sein… Unser spezieller Dank geht
aber auch an den Flugplatzchef in Bad Ragaz. Herzlichen Dank Ruedi für
deine Gastfreundschaft. Wir kommen gerne wieder! Bis bald.

Sue, Alberto und Lukas

 

1 | 1