Erlebnisbericht Helicamp 7. - 10. Juni 2009

Es begann alles an einem Sonntag – es soll angeblich der 7. Juni 2009 gewesen sein, als sich 3 Herren und 2 Damen auf den Weg nach Biel-Kappelen machten. Während Baro und Werner alles fein säuberlich im Anhänger verstauten, die benötigten Kanister gefüllt hatten und sich wohl elend langsam den Strassen entlang ins Bernbiet quälten (Gegenwind, oder was?), konnten Lukas und Sue die Flugroute in Angriff nehmen. So kamen sie denn alle an – die einen etwas langsamer, dafür puddelmunter, die anderen etwas schneller, dafür möglicherweise etwas bleicher im Gesicht als sonst – der Wind war halt doch nicht ganz ohne. In Biel-Kappelen wurden wir herzlich empfangen, und die Flugplatzleitung staunte nicht schlecht, dass auch unsere kleine Baro eine grosse Helikopterpilotin werden möchte. Die Frage lautete im breitesten Bäärndüütsch genau so: Jääää deeeer ouu?

Anyway, den Weg zum bed & breakfast fanden wir dann alle, auch unser Bündner Alberto. Nachdem wir unsere gemütlichen Zimmer bezogen hatten, ging’s noch kurz ins Restaurant nebenan. Dort verköstigten wir uns, damit wir uns am nächsten Tag fit in unser Programm stürzen konnten. Willi, unser vom Flugplatz Biel-Kappelen zugewiesener Tankexperte, war jeweils pünktlich zur Stelle, wenn die Tankanzeige des HB-ZIK nach ihm rief... Ein kurzes Telefon und schon stand er innert Minuten da. Nur am Montag konnte er uns noch keinen "Most" verkaufen, weil wir uns aufgrund der Wetterprognosen für einen ganztägigen Ausflug zum Täte de Ran entschieden, welchen wir kurzerhand zu unserer Aussenbasis erkoren hatten.
Dorthin nahmen wir unseren vollbeladenen Anhänger mit und konnten so fernab jeglicher Zivilisation absolut unabhängig operieren. So verbrachten wir dann den ganzen Tag im Jura und durften sogar auf dem Chasseral unsere ersten Gehversuche im „Gebirge“ (über 1'100 Meter) machen.
Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen der individuellen Weiterbildung.
Während Baro und Werner Bern-Belp unsicher machten und bei der Heliswiss neben den "dicken Brummern" landen durften, erkundete Alberto die Ebene des Berner Seelandes mit Volten und Autorotationen. Und Lukas? Der sass natürlich, wie sich’s gehört, brav nebenan. Oder eben auch nicht – denn, wie soll man sich das sonst erklären, dass Sue wegen zu viel Wind an jenem Abend leider nicht mehr zum Fliegen kam.

Dafür qualmten 2 Stunden später die Reifen auf der Go-Kart-Bahn umso mehr. Das war übrigens die von Lukas angekündigte überraschung, die uns schon den ganzen Tag Kopfzerbrechen bereitet hatte. Sue war jedenfalls mehr als "happy" – hatte es doch keiner der Herren geschafft, sie während dem harten Rennen zu überrunden.
Und schon hiess es ein letztes Mal das Bäuchchen im "La Peniche" am malerischen Bielersee zu füllen. Denn bereits stand unser letzter Tag des Helicamp bevor.
Auch die Schweinchen vom Bauernhof liessen uns nicht gerne ziehen und Willi noch viel weniger (leider musste das Erinnerungsfoto mit Sue, aus welchen Gründen auch immer, zensuriert werden).
Nach einem letzten, reichhaltigen Frühstück bei unserer freundlichen Gastfamilie stand ein hartes Autorotationstraining, CTR-Crossings, ein Flug nach Les Eplatures, aber auch nach Grenchen sowie der Rückflug nach Sitterdorf für Baro auf dem Programm. Dieser führte, fit wie Baro nun war, mitten durch die CTR’s von Grenchen und Zürich.

Alles in allem war unser Helicamp ein lustiges, lehrreiches und sehr interessantes Erlebnis, welches wir in bester Erinnerung behalten werden, denn Fortsetzung folgt bald! Vielen Dank nochmals an all jene, die zum guten Gelingen beigetragen haben!

 

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