Erfahrungsbericht Helicopter Championships

Vom Donnerstag 29.08 bis am Sonntag 02.09.2013 fanden in St. Hubert in Belgien die Belgian Open Helicopter Championships statt.
Insgesamt nahmen 6 Teams aus der Schweiz an dem Wettbewerb Teil; zwei davon mit dem R44 HB-ZHK von Helisitterdorf.

Nachstehend der Erfahrungsbericht von Dominic:

Am Mittwoch, 28.08 trafen wir uns bei mässig gutem Wetter in Sitterdorf für den Überflug nach St. Hubert (EBSH). Als sich der Nebel in Sitterdorf gelichtet hatte und die Strecke Richtung Deutschland frei war, sind wir um 14:30
in Richtung Karlsruhe abgehoben. Bei grauem Himmel haben wir schliesslich die Grenze zu Deutschland bei Schaffhausen überquert.
Umso näher wir Karlsruhe gekommen sind, desto mehr haben sich die Wolken gelichtet und schlussendlich konnten wir bei Sonnenschein in Karlsruhe unseren Tankstop einlegen.
Nach einer kurzen Pause haben wir schliesslich Karlsruhe in Richtung Trier verlassen. Als wir den luxemburgischen Luftraum durchquert hatten, tauchte schon bald St. Hubert in strahlendem Sonnenschein vor uns auf.
Dort sind wir um 18:30 auf der Grass Runway 32R gelandet und haben uns zu unserer Parkposition neben den anderen 20 teilnehmenden Helis begeben.
Das zweite Schweizer Team auf dem ZHK wartete schon sehnsüchtig auf den Heli, damit sie noch einen ersten Trainingsflug für den Wettbewerb unternehmen konnten.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Trainings für die verschiednenen Disziplinen und der Vorbereitung des Helis für den Wettbewerb.
Da bei diesen Wettbewerben keine technischen Hilfsmittel zugelassen sind, wurde das GPS verdeckt und der Funk so plombiert, dass nur noch die Flugplatzfrequenz benutzt werden konnte.

Am Freitag flogen wir dann endlich den ersten Wettbewerb: "Navigation". Bei diesem Wettbewerb ging es darum, innerhalb einer vorgegebenen Zeit verschiedene Punkte in der Umgebung des Flugplatzes aufgrund der Wettbewerbskarte zu suchen;
im Prinzip ein Orientierungslauf mit dem Heli. Mit dem R44 standen 31 Minuten für diese Aufgabe zur Verfügung.
Die Orientierung in einer neuen Umgebung war eine ziemlich grosse Herausforderung. Erschwerend kam noch hinzu, dass keine markanten Orientierungspunkte wie Berge, Seen oder Flüsse uns bei der Navigation unterstätzt haben.
Trotzdem fanden wir aber innerhalb der vorgegebenen Zeit wieder zum Flugplatz zurück.

Am Samstag hat uns dann das Wetter einen Streich gespielt. Am Morgen hatte es so viel Nebel auf dem Flugplatz, dass man die Hand kaum vor Augen sehen konnte.
Ans Fliegen war erstmal nicht zu denken. Zum Glück hat sich der Nebel dann aber am Nachmittag schnell gelichtet und wir konnten die beiden Wettbewerbe Precision Hover und Fender doch absolvieren.
Beim Precision Hover ging es darum einen vorgegebenen Kurs innerhalb einer bestimmten Zeit auf einer Höhe von 2-3m über Grund abzufliegen und am Schluss eine Präzisionslandung zu zeigen.
Beim Fender musste der Copilot in weniger als einer Minute einen Fender an einem langen Seil der Reihe nach in drei verschiedenen Fässern versenken.

Am Sonntag stand schon der letzte Wettbewerb auf dem Programm: der Slalom. Bei dieser Disziplin musste der Copilot einen Eimer gefüllt mit Wasser durch Slalom-Tore auf einem Parcours führen.
Am Ende des Parcours musste dann der Eimer auf einem Tisch abgestellt werden. Am Sonntag war etwas Wind aufgekommen, was vor allem auch das Abstellen des Eimers auf dem Tisch recht schwierig gemacht hatte.
Nach etwas Herumturnen in der Luft haben wir aber den Eimer schlussendlich doch auf den Tisch gebracht und konnten den Heli ans zweite Team für ihren Slalom-Versuch übergeben.

Mit der Abschlussfeier und Preisverleihung am Sonntag Abend waren die Helicopter Championships auch schon zu Ende.
Nach intensiven und anspruchsvollen 5 Tagen, hiess es am Montag Abschied nehmen von St. Hubert und zurück in die Schweiz fliegen.
Um Punkt 12:00 hatte sich der Nebel verzogen und wir konnten uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Rückweg in die Schweiz machen.
Nach einem problemlosen Flug sind wir schliesslich zufrieden um 15:45 wieder in Sitterdorf gelandet.

Es war ein tolles, spannendes und lehrreiches Erlebnis mit dem Heli an diese Meisterschaften fliegen zu können und dort an den anspruchsvollen Wettbewerben teilnehmen zu können.
Vielen Dank an Helisitterdorf für die Gelegenheit den bestens vorbereiteten ZHK für diesen Wettbewerb auszuleihen.

Wir danken Dominic, dass er seine Erfahrungen hier mit uns geteilt hat!

 

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